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Seit 1996 am Markt seit 1994 im Baum,

einmal hin und wieder zurück...


 „Der Baumpfleger“ ist ein in Vettweiß Gladbach  ansässiges Unternehmen und hat sich auf Baumpflege und Baumfällungen mittels Seilklettertechnik so wie Baumkontrollen und Baumgutachten spezialisiert.

Wir arbeiten vorwiegend im Rhein-Erft Kreis und in den Gemeinden/Städten im Umland, Bergheim, Erftstadt, Düren, Zülpich, Euskirchen, Elsdorf, Hürth, Brühl, Frechen, und Bonn.

Die Firma „Der Baumpfleger“ existiert bereits seit 1996 und wurde ursprünglich unter dem Namen „Treecare“ gegründet und später unter der Bezeichnung "Treecare - Baumpflegefachbetrieb Eppinger" weitergeführt.              

Da zu der engl. Namensgebung Treecare (Baumpflege) vor allem ältere Kunden Kunden keinen Bezug   herstellen konnten, wurde 2012 ein neues Konzept erdacht.

In Zusammenarbeit mit professionellen Webdesignern wurde als Konsequenz  ein neues Logo und ein passender Internetauftritt auf der Basis der vorhandenen Webadresse geschaffen. So verwandelte sich "Treecare" in „Der Baumpfleger“.

Die Abwendung von dem Namen "Treecare" symbolisiert gleichzeitig meine endgültige Abwendung von der englischen Seilklettertechnik und der Baumchirurgie, die ich 1994 noch erlernen durfte und steht für eine konsequente Weiterentwicklung über all die Jahre.

Trotz dieser Abwendung gilt den Vorreitern der modernen Baumpflege in Sachen Technik und Fachwissen nach wie vor mein Respekt und Dank. Ich betrachte diese Verfahrensweisen hinsichtlich Sicherheit, Ergonomie und Fachwissen jedoch als überholt und somit nicht mehr als zeitgemäß. Wer sich heute noch Baumchirurg nennt und Techniken von vor 20 Jahren einsetzt, der hat schlichtweg den Anschluss an die moderne Baumpflege verpasst und ist weder fachlich noch technisch auf dem Stand der Zeit.

Vor 1994 durfte ich meine ersten Erfahrungen als Forstarbeiter sammeln.

In der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 1990 wütete der Orkan Wiebke über Deutschland mit bis zu 200 km/h. In der Folge fielen ca. 70 Millionen Festmeter Sturmholz an, was ungefähr der doppelten Holzmenge entsprach, die üblicher Weise im normalen Holzeinschlag erarbeitet wurde.  Im Akkordlohn wurden die unter Spannung stehenden Bäume aufgearbeitet. Eine gefährliche Arbeit. Leider kam nach dieser verdienstreichen Zeit das bittere Erwachen. Die Forstwirtschaft lag am wortwörtlich Boden. 

Ca. 40% des Fichtenbestandes in der Eifel standen nicht mehr. Der Anfang vom Ende des damals noch stabilen Berufsbildes Forstwirt.

1994 fand sich dann ein Ausweg aus diesem Dilemma. Eine Baumpflegefirma in Bonn, die mittels Seilklettertechnik Bäume beschnitt und fällte suchte Bodenarbeiter. Was ich dort sah empfand ich als absolut faszinierend und hatte ich bis dato weder gesehen noch davon gehört. Die ausschließlich englischen Baumarbeiter (damals noch Baumchirurgen genannt) kletterten bis in die letzten Spitzen der Kronen und schienen bei ihrer Arbeit der Schwerkraft zu trotzen. Mein Entschluss stand fest, diese Techniken wollte und musste ich erlernen. Und so kam es dann auch.

In den folgenden zwei Jahren erlernte ich die Grundtechniken der englischen Seilklettertechnik. Die Betonung lag auf „englisch“. Da es 1994 noch keine Zertifizierung hinsichtlich der Kombination Motorsäge und Seilklettertechnik seitens der deutschen Berufsgenossenschaften gab, war diese Technik hierzulande nahezu unbekannt und wurde fast ausschließlich von englischen Baumpflegern ausgeübt.  Im Gegensatz zum deutssprachigen Raum gab es damals schon Ausbildungsmöglichkeiten für Baumpfleger und Seilklettertechniken in England.

1996 wurde dann in Bonn „Treecare“ von mir gegründet. Ein englischer Name in Anlehnung an die englische Seilklettertechnik und die englischen Kollegen.

Die Jahre zwischen 1996 und 2002 verbrachte ich als Subunternehmer für diverse Baumpflegefirmen und als fahrender Baumpfleger immer auf der Suche nach Baumpflegern und Kletterern von denen man neue Techniken und Tricks erlernen  und seine Fachkenntnisse in der Baumpflege erweitern konnte. Damals war die Szene noch sehr klein und überschaubar aber die Baumpflege war in Bewegung. Es war geradezu eine Revolution die sich abspielte, was Zugangstechniken, Baumbiologie, Schnitttechniken etc. betraf. Die moderne Baumpflege mit einem erweiterten Verständnis für biologische Vorgänge in Bäumen löste allmählich die veralteten Vorstellungen der bis dato immer noch vorherrschenden Baumchirurgie ab. Im Süden und Norden verlief dieser Prozess wesentlich schneller als im Rheinland. Hier dauert er sogar stellenweise noch an und es gibt immer noch Aufklärungsbedarf.

2001 kam dann der Startschuss zur Wende. Auf Grund der steigenden Zahlen an Baumkletterern und dem zunehmendem Druck auf die Berufsgenossenschaft wurde 2002 die „Münchner Baumkletterschule“ als erste Ausbildungsstätte für Kletterkurse akkreditiert. Somit wurde das Berufsbild des kletternden Baumpflegers endlich in die Legalität gerückt und was aus meiner Sicht noch viel wichtiger war und ist, Baumkletterer genießen seitdem einen vernünftigen Unfallschutz seitens der BG. Vieles hat sich also verändert, manches zum Schlechten vieles zum Guten.

Als Konsequenz aus den Entwicklungen der letzten 10 Jahre absolvierte ich am 30.Januar 2004 erfolgreich die Prüfung zum:

„staatl. gepr. Fachagrarwirt Baumpflege und Baumsanierung“

Um meine Gerätschaften und Seile nun noch hinsichtlich ihres Zustandes selbständig überprüfen zu dürfen wurde auch noch im September 2004 in Essen die Sachkundigenschulung nach BGG 906 Schwerpunkt SKT absolviert.

Seilklettertechnik, Baumpflege in hohen alten Linden

Und hier stehen wir nun…

Die Essenz aus all den Jahren  ist „Der Baumpfleger“, im Wesentlichen ein Netzwerk, ein Zusammenschluss von Fachagrarwirten für Baumpflege und Baumsanierung, von Seilklettertechnikern, von Ausbildern der Klettertechnik, Sachverständigen und Fachmännern aber in erster Linie Baumpflegern mit Leib und Seele.

Ich danke allen die dazu beigetragen haben, dass Der Baumpfleger existiert und vor allem danke ich Euch für die gute Zeit und das große Abenteuer, das die Baumpflege immer noch für mich darstellt. Mein ganz besonderer Dank in dieser Sache gilt meinem ersten Lehrmeister "Big Steve" (Stephen Shaw)

Chris Eppinger

Erftstadt, den 01.10.2012