Aktuell

Rosskastaniensterben (Pseudomonas syringae pv. aesculi)

Im Sommer 2016 wurden von uns verschiedene Kastaniengruppen im Rhein-Erftkreis, in Düren und Kerpen aufgelöst. Der Grund hierfür lag in einem massiven Absterben der Baumkronen ausgelöst durch die Bakterienkrankheit Pseudomonas syringae auch bekannt als Teerfleckenkrankheit.

Die Krankheit breitet sich  seit 2002 innerhalb der EU aus und wurde 2007 auch in Deutschland nachgewiesen. Das Bakterium wurde 1970 erstmals in Indien entdeckt. Seit dem Winter 2011/2012 breitet sich die Krankheit so rasant aus, das laut Aussage des Hamburger Instituts für Baumpflege die Befürchtung besteht, das der größte Teil der Rosskastanien in den kommenden 5 Jahren abgestorben sein wird.

Eine weitere beunruhigende Nachricht, betrachtet man die Gesamtsituation unserer Bäume:

Seit den 70er Jahren sind in Deutschland kaum noch Ulmen zu finden, die durch den Ulmensplintkäfer, der einen bestimmten Schlauchpilz auf die Bäume übertragen hat dahingerafft wurden.

Seit 2007 werden unsere Eschenbestände durch einen Pilz befallen, der das Eschentriebsterben hervorruft. Auch hier lautet die Prognose, das innerhalb der nächsten 5-10 Jahre 80% unseres Eschenbestandes verschwunden sein wird.

Eichen kämpfen mit dem Eichenprozessionsspinner, der die Bäume entlaubt und zudem kleine Gifthärchen absondert, die bei den Menschen Allergien auslösen.

Seit 2015 ist an diversen Laubbäumen in Bayern ein Freilandbefall durch den eingeschleppten asiatischen Holzbockkäfer nachgewiesen. Dieser Schädling befällt so gut wie alle einheimischen Laubbäume und bringt diese bei starkem Befall zum Absterben.

Vor diesem Hintergrund ist es umso meiner Meinung nach umso wichtiger, das wir mit dem noch bestehendem Baumbestand umso sorgsamer verfahren.

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